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Zossen - Wünsdorf

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Kaiser Wilhelm der II. und sein Armee begannen hier um 1910 mit der Einrichtung des Stammlagers und der Truppenübungsplatzes Zossen, des Schießplatzes Wünsdorf, dem Bau der Infanterieschießschule und eines Lazaretts die Vorbereitungen für den  1. Weltkrieg. Während des Krieges sorgte das „Halbmondlager“ mit vorwiegend muslimischen Gefangenen und einer Moschee für Aufsehen in Deutschland. Verstorbene des Halbmondlagers wurden auf dem Zehrensdorfer Friedhof beigesetzt, der nach umfangreichen Sanierungsarbeiten heute wieder zu besichtigen ist.

Im Dritten Reich entwickelte sich Zossen - Wünsdorf zum Hort der deutschen Panzerwaffe. Mit Beginn der 1930er Jahre  wurde in der Abteilung für Heeresmotorisierung emsig an der technischen Verbesserung der Panzer für die Vernichtungsfeldzüge im 2. Weltkrieg gearbeitet und fortgesetzt, was gemeinsam mit der Sowjetunion in Kasan begonnen wurde.  Ab 1935 war Zossen-Wünsdorf  Stationierungsort für das Panzerregiment 5, das in drei großen Kasernenbereichen untergebracht war.

Im August  1939  nahm das Oberkommando des Heeres sein Hauptquartier für den II. Weltkrieg in den gerade fertig gestellten Bunkeranlagen Maybach I und  II und  „Zeppelin“ (Nachrichtenbunker). Gerade beim Oberkommando des Heeres in Zossen regte sich der Widerstand gegen Hitler.  Männer des 20. Juli 1944  wie General Wagner, Fellgiebel oder Stief  waren hier stationiert. Auch Stauffenberg, der Hitlerattentäter, tat längere Zeit Dienst in den Maybach-Bunkerhäusern. Dem Widerstand gegen Hitler ist das Denkmal „Zivilcourage“ in der Bücherstadt gewidmet.

Von 1953 – 1994 war Wünsdorf Sitz des Oberkommandos der sowjetisch/russischen Truppen in Deutschland. In der dann „verbotenen“, weil abgeriegelten, Militärstadt lebten zeitweilig 40 000  sowjetische Soldaten und Offiziere, auch mit Frauen und Kindern.